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Was genau ist eine Studentenvertretung?

Wir haben eine Studenten”vertretung” (SV) an der FH, von der ich absolut nichts halte. Dabei geht es nicht um die einzelnen Leute, sondern um die Veranstaltung an sich.

Worauf ich hinaus will ist das folgende Thema: Studiengebühren.
Wir zahlen seit 3 Semestern Studiengebühren. Bleibt die Frage: Was bringt mir das? Darüber würde ich gerne einen Artikel schreiben. Ich finde einfach, dass der Student ein Recht darauf hat, das zu erfahren. Also dachte ich mir: Na, wir haben ja eine SV, die sind auch im Senat und in den Fakultätsratssitzungen, die wissen das bestimmt. Und da sie ja auch schon Infoveranstaltungen gemacht haben, gibt es ja anscheinend Listen, was alles bereits passiert ist.

Jetzt kam eine Reihe interessanter Diskussionen:
SV: Wir haben Infoveranstaltungen gemacht. Würden sich die Studenten dafür interessieren, wären sie auch hingegangen. Es waren aber jeweils nur 10 Leute da.
Ich: Ja. Wenn ich am Montag Vormittag eine Mail schreibe, dass am Montag Mittag um 13:30 eine Infoveranstaltung ist, brauche ich mich nicht wundern dass niemand kommt. Die nächste war am Mittwoch und wurde immerhin am Dienstag schon angekündigt. Wow. Außerdem sind ja einige im Praxissemester oder im Ausland und haben gar keine Chance an den Infoveranstaltungen teilzunehmen.
SV: Ja, die zahlen aber auch keine Studiengebühren.
Ich: Achso, ganz klar ein Grund, dass sie nicht wissen dürfen wofür sie verwenden werden. Zumal sie ja die Semester vorher und nachher durchaus zahlen.
SV: Wir haben ja auch unsere Mittagspause darauf verwendet, die Veranstaltung zu machen.
Ich: Richtig, aber es gibt Leute, die ihre Prioritäten anders setzen und lieber was essen, wenn sie den ganzen Tag arbeiten.
SV: Ich engagiere mich freiwillig an der FH, der Dekan engagiert sich freiwillig. Wir haben die Informationen.
Ich: Oha. Jetzt kommt der Informationsgeiz ins Spiel. Information = Macht. Außerdem sind leute, die sich engagieren bessere Menschen.
SV: Jeder, der was wissen will, kann sich bei mir melden und ich erzähle es ihm.
Ich: Ich will es wissen. Und nicht jeder kennt dich. Und man kann nicht einer engagierten Person hinterherlaufen. Diese Personen haben generell sehr wenig Zeit.
SV: Du willst eine perfekte Liste. Und du willst uns nur aufzeigen, was wir falsch machen und glaubst, dass du es besser kannst.
Ich: Falsch, ich will eine ungefähre Liste. Ich bin davcon ausgegangen, dass die Informationen, die in der Veranstaltung erzählt wurden, auch in Schriftform auftreten können. Und die Anschuldigung ist generell sehr interessant. Jedes mal, wenn man fragt, ob die SV was tun kann kommt die Antwort: Engagier dich doch selber, wir sind auch nur Studenten. Wenn man es selber tun will fühlen sie sich kritisiert und angegriffen. In welchem Punkt genau arbeite ich gegen die SV?? Wäre ich kein sog. Externer gäbe es diese Probleme wohl nicht.
[Zwischendurch kommen immer wieder Leute dazwischen und fangen mit der Diskussion von vorne an]
SV: Die Studenten beschweren sich doch sowieso nur und motzen nur und wollen und sind nicht bereit was dafür zu tun.
Ich: Klar gibt es solche Leute. Gibt es immer. Das ist kein Hofer Phänomen. Aber was ist mit all den Studenten, die das wirklich interessiert? Die sich vielleicht woanders als an der FH engagieren und deswegen keine Zeit haben? Oder die einfach charakterlich nicht dafür gemacht sind, fremde Menschen anzusprechen?
SV: Du bist ziemlich naiv wenn du glaubst, du bekommst die Informationen so einfach, das hier ist ein Staatsapparat und die Verwaltung gibt die Infos nicht raus.
Ich: Oha. Jetzt kommt das Verwaltungsargument. Also, gehe ich halt zum Dekan.
SV ist eingeschnappt, weil ich den Dekan für kopmetenter halte.
Ich: Ich hab nen Termin beim Dekan.
SV: Ja, aber der hat auf den Großteil der Verwendung der Studiengebühren keinen Einfluss.
Ich: Nein, aber er hat die Liste.
SV: Ja, aber er hat auf den Großteil der Verwendung der Studiengebühren keinen Einfluss.
Ich: (??) Ja, das Argument hatten wir gerade schon. Aber er hat die Liste.

Warum wird dieser Bericht so blockiert?
Also bin ich zum Dekan von der Fakultät Wirtschaft und Fakultät IT. Und siehe da: Auf der To-Do-Liste des Dekans steht seit ewigkeiten, einen Bericht über die Verwendung der Studiengebühren zu schreiben. Er hat es nur bisher nicht geschafft. Und freut sich riesig, dass jemand das machen will. Er hat sich gleich mal eine ganze Stunde Zeit genommen, mir alles zu erklären.

Wir lernen daraus: SV organisiert tolle Parties und man kann dort Hausarbeiten binden lassen und viele nette Leute kennen lernen. Nur vll ist der Begriff Studentenvertretung falsch. Studentenorganisation wäre meine Meinung nach besser. Und vielleicht sollten sie bei den nächsten Infoveranstaltungen Eis verschenken. Zu den jährlichen Senats- und Fakultätsratswahlen gibt es auch für jeden, der wählen geht, ein Eis von der SV. Der Effekt: Die Wahlbeteiligung steigt, es werden blind irgendwo Kreuzchen gemacht.

Posted by: sonja | 09.07.2008 | 16:07
Posted in: Allgemein

3 Kommentare »

  1. Nun, ist es nicht einfach ein Problem an sich, dass viele eben nur wegen Party, Leute und Lebenslauf da rein gehen, ohne zu kapieren was man dort eigentlich für die Studenten tun sollte!

    Vielleicht ist aber dort das Problem der Flukuation einfach zu groß da nie jemand länger wie 2 Semester am Stück dort bleiben kann (Zwecks den Praktikas). Gut, durch den Bachelor dürfte dies etwas geringer sein, aber das Kernproblem ist es doch, die Qualität steigt und fällt einfach mit den Leuten die dort sind und wenn einmal einer dort ist der einigermaßen sich hervor tut wird er, sobald er ins Praktikum geht “ersetzt” und ob dieser dann die gleichen Interessen hat dürfte man bezweifeln. Ich denke da sollte man ansetzten!

    Kommentar von MI2 — 12. Juli 2008 @ 14:32
  2. Es geht nicht um die Organisationsstruktur der SV, die mit Sicherheit unter der Fluktuation leidet. Ich kritisiere die Vertreter-Funktion, die sie meiner Meinung nach schlichtweg nicht hat. Und ich kritisiere nicht aus einer Begegnung heraus, sondern aus Erfahrungen mit der SV, die ich seit dem 1. Semester mache.
    So ist das nunmal mit der Politik. Praktisch gesehen sollte jeder Bürger, der wählen geht, sich um die Wahlinhalte der Partei kümmern. Tatsächlich “steitgt und fällt das Ansehen einer Partei aber mit den Leuten die dort sind”.
    Das ist der kleine feine Unterschie zwischen Theorie und Praxis. Da kann man sich noch so drüber aufregen, dass theoretisch jeder Student zu diesen Infoveranstaltungen gehen sollte. Die Praxis sieht anders aus. Und das ist unabhängig von der Fluktuation.

    Kommentar von Sonja — 13. Juli 2008 @ 19:35
  3. Hm, ok, aber würdest du das jetzt nur daran festmachen wollen welche Leute sich dort aufhalten, bzw. ist es so das sich dort alle in einem Resort-Denken verkriechen nach dem Motto “Ha, ich weiß was, was ihr nicht wisst” und es als Macht empfindet dies dann auszuspielen? Weil wenn es so ist, wüsst ich irgendwie gar nicht wie man dies ändern könnte um eben den Studenten an die Informationen kommen zu lassen!

    Kommentar von MI2 — 20. Juli 2008 @ 13:40

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